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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen über Trockeneis, die Trockeneisherstellung und das Trockeneisstrahlen.

Falls Sie die Antwort auf Ihre Frage auf unserer Website nicht finden, können Sie sich gern mit uns unter [email protected] in Verbindung setzen oder rufen Sie +49 (0)6551 9606-0 an.

  • F: Was ist Trockeneis?
  • A: Trockeneis ist der feste Aggregatzustand von Kohlendioxid (CO2). CO2 ist ein farbloses, geschmackloses und geruchloses Gas, das natürlicherweise in der Atmosphäre vorkommt.
  • F: Was ist Trockeneisstrahlen?
  • A: Trockeneisstrahlen ist ähnlich wie Sandstrahlen, Perlenstrahlen oder Sodastrahlen, wobei ein Medium in einem Druckluftstrom (oder einem anderen inerten Gas) so beschleunigt wird, dass es auf eine Oberfläche auftritt und sie dabei reinigt.
  • F: Wie sollte Trockeneis gelagert werden?
  • A: Trockeneis sollte in einem Isolierbehälter gelagert werden. Je dicker die Isolierung, desto langsamer sublimiert es. Je nach Klima und Stärke des Behälters beträgt die Sublimation von Trockeneis in der Regel ungefähr 2 % bis 10 % pro Tag.
  • F: Warum sollte ich Trockeneis anstelle eines herkömmlichen Strahlmittels verwenden?
  • A: Die meisten anderen Strahlmittel hinterlassen Sekundärabfälle. Trockeneis sublimiert beim Auftreffen auf die Oberfläche (es verdampft). Zurück bleiben lediglich die vom Substrat gelösten und entfernten Schadstoffe. Da Trockeneis beim Auftreffen verdampft, kann das Verfahren zudem zur Reinigung komplizierter Hohlräume eingesetzt werden, in denen gängige körnige Strahlmittel hängen bleiben.
  • F: Wie funktioniert das Verfahren?
  • A: Anders als andere Strahlmittel hat Trockeneis eine Temperatur von -78,3 °C (-109 °F). Aufgrund des Temperaturunterschieds zwischen den Trockeneispartikeln und der behandelten Oberfläche kommt es zu einem Temperaturschock, wodurch die Bindung zwischen zwei unähnlichen Materialien aufgehoben wird.
  • F: Was geschieht mit den Schadstoffen?
  • A: : Schadstoffe können trocken, nass, hart oder weich sein. Trockene Schadstoffe zersplittern und können aufgekehrt oder aufgesaugt werden. Wenn die Partikel groß genug sind, fliegen sie nicht durch die Luft. Wenn die Schadstoffe nass sind, wie z. B. Fette oder Öle, schiebt der Cold Jet Strom die Flüssigkeit zur Seite, ungefähr wie bei einem Hochdruckwasserstrom, außer dass die Oberfläche, auf der die Schadstoffe saßen, trocken und sauber ist. Zur Vermeidung einer erneuten Ablagerung sollte der Anwender bei der Arbeit methodisch, von oben nach unten, vorgehen.
  • F: Prallen die Schadstoffe oder die Trockeneis-Pellets ab?
  • A: Beim Auftreffen auf die Oberfläche sublimieren die Trockeneis-Pellets zu einem gasförmigen Zustand. Daher prallen Trockeneis-Partikel in der Regel nicht ab. Die entfernten Schadstoffe werden üblicherweise durch den Strahlstrom weggespült und kommen nicht mehr in die unmittelbare Nähe der Strahlpistole. Es muss trotzdem während des Betriebs der Anlage stets eine Schutzbrille getragen werden.
  • F: Beschädigt das Trockeneisstrahlen das Substrat?
  • A: : Der Cold Jet Trockeneis-Strahlprozess beschädigt das Substrat nicht. Die Größe der Trockeneis-Pellets und ihre Geschwindigkeit können so angepasst werden, dass sie die Schadstoffe entfernen, dabei aber nicht scheuernd auf das Substrat einwirken. Der Cold Jet Prozess kann empfindliche verchromte oder vernickelte Werkzeuge, weiche Aluminium- oder Messinglegierungen, Kabelisolierungen und sogar Leiterplatten reinigen, ohne Schäden zu verursachen.
  • F: Kann Cold Jet® Trockeneisstrahlen an eingebauten, heißen Werkzeugen angewandt werden?
  • A: Ja. Das Trockeneisstrahlen geht sogar schneller, wenn das Substrat heiß ist.
  • F: Kühlt das Trockeneisstrahlen das Substrat ab?
  • A: Ja, aber nicht sehr stark. Das Ausmaß der Abkühlung hängt vom Material des Substrates, der Verweildauer des Trockeneis-Strahlstroms und der Art des verwendeten Trockeneises ab. Eine Gummiform von 76,2 cm (30 Zoll) mal 76,2 cm (30 Zoll) hat z. B. eine Anfangstemperatur von 162,8 °C (325 °F). Nachdem die Form sauber gestrahlt worden ist (nach ungefähr zwölf Minuten), beträgt ihre Temperatur ungefähr 148,9 °C (300 °F).
  • F: Wird die heiße Form durch den Temperaturabfall beschädigt?
  • A: Im Allgemeinen, nein. Die Temperaturänderung der gesäuberten Oberfläche ist gering und die daraus resultierende Zugspannung ist deutlich geringer als die, der Formen unter normalen Bedingungen ausgesetzt sind.
  • F: Wird während des Prozesses Kondensation erzeugt?
  • A: : Kondensation tritt auf, wenn die Temperatur des Substrats unter den Taupunkt sinkt. Der Taupunkt variiert je nach Klima und der aktuellen Wetterlage. Bei der Reinigung von heißen Substraten tritt Kondensation nur selten auf, da die Temperatur des Substrats oberhalb des Taupunktes bleibt. Wenn sich Kondensation bildet, kann sie durch den Einsatz von Heizgeräten, Wärmelampen oder Abblasevorrichtungen gesteuert werden.
  • F: Welches Zubehör brauche ich für mein Reinigungsgerät?
  • A: Das Trockeneis-Strahlsystem wird vollständig mit Strahl- und Luftschlauch, Applikator und Düse, die für Ihre Anwendung am besten geeignet sind, und mit einer Schulungs-CD zum Nachschlagen und zur Schulung Ihres Personals geliefert. Das Einzige, was Sie sonst noch für den Betrieb des Cold Jet Trockeneis-Strahlsystems benötigen, ist Betriebsluft, elektrischer Strom aus einer gewöhnlichen Wandsteckdose und Trockeneis-Pellets oder -blöcke (je nach System).
  • F: Wie viel Luft benötigt das System?
  • A: Ein übliches Cold Jet Trockeneis-Strahlsystem arbeitet bei 5,5 bar (80 US-Pfund/Quadratzoll) mit 4,25 m3/Min (150 Standardkubikfuß/Min). Der genaue Bedarf hängt jedoch von der Anwendung ab. Es sind Niederdruckdüsen erhältlich, die nur 1,42 m3/Min (50 Standardkubikfuß/Min) bei 5,5 bar (80 US-Pfund/Quadratzoll) benötigen.
  • F: Wo bekomme ich Trockeneis-Pellets, -Nuggets und/oder -blöcke?
  • A: Trockeneis-Pellets, -Nuggets und/oder -blöcke sind weltweit erhältlich. In den Vereinigten Staaten rufen Sie +1 800 SEND-ICE (+1 800 736-3423) oder +1 513 831-3211 an. In Europa rufen Sie die Nummer +32 (0)2 467 4101 an und erkundigen sich nach einer Niederlassung in Ihrer Nähe.
  • F: Sind die Trockeneis-Strahlanlagen tragbar?
  • A: Eine Person kann die Anlagen leicht allein ohne besondere Hilfsmittel herumrollen.
  • F: Kann das Trockeneisstrahlen sicher unter freiem Himmel angewandt werden?
  • A: Ja. Co2-Trockeneis kann sicher für Strahlanwendungen unter freiem Himmel eingesetzt werden. Zahlreiche Institutionen haben Cold Jet® für den Einsatz von Trockeneis in Strahlanwendungen im Freien zugelassen, darunter auch die California Environmental Protection Agency.
  • F: Wie hoch ist der Verbrauch an Trockeneis?
  • A: Die Menge an Trockeneis, die für eine wirksame Reinigung benötigt wird, unterscheidet sich je nach Trockeneis-Strahlsystem und Reinigungsaufgaben sehr stark. Der durchschnittliche Eisverbrauch für Cold Jet Trockeneiszubehör beträgt ungefähr 1,1 kg (2 1/2 US-Pfund) pro Minute.
  • F: Brauche ich einen Nachkühler?
  • A: Ein Nachkühler kann sinnvoll sein für Reinigungs- oder Restaurierungsdienstleister, die einen tragbaren Dieselkompressor als Druckluftquelle einsetzen. Ein Nachkühler bietet die Gewissheit, dass die Cold Jet Trockeneis-Strahlgeräte keine Feuchtigkeit aus dem Dieselkompressor ausstrahlen. Dies ist in erster Linie vom Feuchtigkeitsgehalt abhängig.

    Der für Sie zuständige Vertriebsmitarbeiter kann Ihren Bedarf einschätzen und die geeignete Anlagenkonfiguration empfehlen, mit der Sie die Produktivität maximieren und einen feuchtigkeitsfreien Ausstoß von Trockeneis aus dem Cold Jet Trockeneis-Strahlsystem erzielen.

  • F: Wie viel Wartung benötigt das System?
  • A: Sehr wenig. Cold Jet Trockeneis-Strahlsysteme sind so gestaltet, dass sie über Jahre hinweg mit sehr wenig Wartungsaufwand störungsfrei arbeiten. Jedes System wird mit einem Bedienungshandbuch geliefert, in dem Sie Empfehlungen für Routinewartungen finden. Zwei Beispiele sind die regelmäßige Überprüfung der Filter und die Untersuchung der Schläuche auf Risse.
  • F: Kann ich mit dem System in einem geschlossenen Bereich arbeiten?
  • A: Ja, bei angemessener Belüftung. Da CO2 40 % schwerer als Luft ist, wird empfohlen, beim Arbeiten in einem geschlossenen Bereich die Entlüftungslöcher auf Bodenhöhe anzubringen. In einer offenen Umgebung ist die vorhandene Belüftung ausreichend, um eine unzuträgliche Ansammlung von CO2 zu vermeiden. CO2 ist zwar ungiftig, verdrängt aber Sauerstoff in der Atmosphäre.
  • F: Welche grundlegenden Sicherheitsaspekte müssen beim Trockeneisstrahlen berücksichtigt werden?
  • A: Ein Sicherheitsaspekt ist der Schutz der Arbeitskräfte vor beweglichen Teilen. Cold Jet Anlagen sind so gestaltet, dass Arbeitskräfte keinen Zugang zu beweglichen Teilen haben, ohne das System abzuschalten. Ein weiterer Aspekt ist die Temperatur des Trockeneises. Bei -78,3 °C (-109 °F) wird bei Kontakt mit dem Trockeneis das Tragen von Handschuhen empfohlen. Es sollte stets Augen- und Gehörschutz angelegt werden.
  • F: Wie laut ist das System?
  • A: Lärm ist mit Luftvolumen und Luftgeschwindigkeit verbunden. Innerhalb der Düse wird die unbewegliche Luft von der Hochgeschwindigkeitsluft verdrängt, was Verwirbelungen und damit Lärm verursacht. Mit entsprechendem Gehörschutz kann das System aber problemlos ganztägig bedient werden.
  • F: Was ist der Unterschied zwischen einem Einschlauchsystem und einem Zweischlauchsystem?
  • A: Bei einem Zweischlauchsystem wird das Trockeneis durch den einen und die Hochdruckluft durch den anderen Schlauch befördert. Sie werden erst unmittelbar vor dem Austreten aus der Düse gemischt. Bei Einschlauchsystemen werden die Hochdruckluft und das Trockeneis in dem Moment vermischt, in dem sie die Anlage verlassen. Einschlauchsysteme können die bessere Wahl sein, wenn eine aggressivere Reinigung benötigt wird.
  • F: Wie stelle ich fest, ob ich ein System für Pellets oder für Schabeeis brauche?
  • A: Die kleineren Schabeeispartikel bieten einen Vorteil bei der Entfernung der meisten Farben oder bei der Reinigung von Geräten mit komplizierter Geometrie oder winzigen Öffnungen, wie z. B. Mikroentlüftungslöcher oder Siebe. Pellets sind besser geeignet für die Entfernung dicker Schadstoffschichten – da die größere Masse des einzelnen Pellets besser in der Lage ist, die Schadstoffe zu durchdringen und die Stoßwelle zu erzeugen, die für die Lösung der Bindung mit der Oberfläche erforderlich ist.